Auszug aus der SWP zum Damenländerspiel am 23.10.13

U-19-Fußballerinnen besiegen Schweden im Donaustadion

ULM:Das Länderspiel zwischen den deutschen U-19-Fußballerinnen und den Schwedinnen konnte sich sehen lassen: Zum 35-Jährigen des SV Jungingen lieferte die DFB-Elf am Mittwoch ein verdientes 3:1 im Donaustadion ab.


Maßgeblich am deutschen Erfolg beteiligt war Spielführerin Pauline Bremer, die der deutschen U 19 gestern gegen Schweden zwei Treffer besorgte. Foto: M. Kessler

Gar nicht lange ist es her – etwa sieben Jahre erst – da spielte die Frauenmannschaft des SV Jungingen in der 2. Bundesliga Süd. Und auch, wenn es nach dieser tollen Spielzeit wieder in die niederen Klassen ging, so wurde dem Frauenfußball im nördlichsten Stadtteil Ulms stets ein hoher Stellenwert eingeräumt. Nach dem Aufstieg in die Oberliga nun scheinen die alten Zeiten wieder aufzuleben. Die Fußballerinnen des SV Jungingen machen einstweilen von sich reden.

So passt es auch, dass just in diesem Jahr das 35-jährige Bestehen der Frauenabteilung gefeiert wird. Trainer Karl-Heinz Haciok nutzte den Abend nach dem Spiel, um mit den Spielerinnen im Donaustadion zusammenzusitzen, Vergangenes Revue passieren zu lassen und innezuhalten. Wahrscheinlich wurde auch viel über Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem eigenen Fußball und dem des Nationalteams erörtert.

Zuvor hatte das deutsche U-19-Team jedenfalls im Freundschaftsspiel gegen jenes aus Schweden wahrlich Anlass dazu gegeben, sich darüber zu freuen, wo der Frauenfußball mittlerweile angesiedelt werden darf. Der deutsche 3:1-Sieg resultierte verdientermaßen aus ideen- und fintenreichem Fußball, den das Ensemble von DFB-Trainerin Maren Meinert über 90 Minuten gezeigt hatte. Vor 2845 Zuschauern im Donaustadion sorgte die deutsche Delegation für einige sehenswerte Szenen und schön herausgespielte Tormöglichkeiten. Das Team um Spielführerin Pauline Bremer (Turbine Potsdam) ließ den Gästen aus Schweden wenig Gelegenheit, die Regie zu übernehmen.

Die „Tre Konor“, die sich an drei Tagen auf dem Junginger Sportplatz vorbereitet hatten, erwischten zwar den besseren Start, nutzten aber ihre anfänglichen Chancen nicht. Nach 21 Minuten sicherte Bremer, die vor dem Duell als beste EM-Torschützin von Wales (sechs Treffer) ausgezeichnet worden war, die deutsche 1:0-Führung. Auch sie war es, die nach einem völlig unerwarteten Ausgleich der Schwedinnen (53.) unmittelbar die 2:1-Führung wieder herstellte. Für das 3:1 sorgte schließlich Louisa Lagaris (USV Jena) mit einem wunderschönen hohen Distanzschuss, mit dem die Torhüterin der Blau-Gelben überfordert war.

Diese letzte Standortbestimmung vor der Winterpause zeigte deutlich, dass Meinerts junge Elf bereits eine ordentliche Reife erreicht hat. Im Hinblick auf die U-20-WM in 2014, für die das Team bereits qualifiziert ist, stimmt das optimistisch. Eines ist darüber hinaus sicher: Ulm bleibt ein erfolgreiches Plaster für deutsche Frauenteams.

 

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